Pädagogik/Psychologie

In der Ausbildungsrichtung Sozialwesen ist neben Deutsch, Englisch und Mathematik das Fach Pädagogik/Psychologie Bestandteil der schriftlichen Abschlussprüfung. Der Lehrplan dieses Profilfaches sieht u. a. folgende Lernbereiche vor: 

 

  • Wesenzüge wissenschaftlicher Pädagogik und Psychologie begreifen 
  • Grundlagen des Erlebens, Verhaltens und Handelns analysieren, verstehen und anwenden 
  • Erziehungs- und Bildungsprozesse individuumsbezogen und verantwortlich gestalten 
  • Lernen als multidimensionalen und steuerbaren Prozess verstehen 
  • Entwicklung als lebensumfassenden, multifaktoriell beeinflussten Prozess begreifen und pädagogisch gestalten 
  • Persönlichkeit und Identität beschreiben, erklären und reflektieren 
  • Aufgaben und Arbeitsfelder Sozialer Arbeit professionell einordnen 
  • In sozialen Beziehungen empathisch und zielführend kommunizieren und interagieren 
  • Wissenschaftliche Grundlagen der pädagogisch-psychologischen Forschung reflektiert anwenden 
  • Beeinträchtigten Menschen angemessen begegnen und sie unterstützen 
  • Sich mit der klinischen Psychologie kritisch und wissenschaftlich fundiert auseinandersetzen 
  • Organisationen als Systeme von Menschen und Kontexten auf verschiedenen Ebenen begreifen und mitgestalten 
  • Theorien und Konzepte auf einer Metaebene lernbereichsübergreifend kritisch reflektieren und anwenden


     

Im Fach Pädagogik/Psychologie setzen sich die Schülerinnen und Schüler auf einer wissenschaftlichen Basis mit zentralen Fragestellungen zum menschlichen Erleben und Verhalten und Fragen der Erziehung und Bildung auseinander. Ausgehend von individuellen Praxis- und Lebenserfahrungen der Schülerinnen und Schüler sowie relevanter, aktueller Handlungsbezüge eignen sich die Schülerinnen und Schüler vertiefte Fach- und Methodenkenntnisse beider Wissenschaften an und machen sich mit wesentlichen sozialwissenschaftlichen Denk- und Arbeitsweisen vertraut. Dabei erwerben sie ein breites Spektrum an kognitiven wie praktischen Kompetenzen. 

 

Der Unterricht in Pädagogik/Psychologie steht in einer fruchtbaren Verbindung mit der fachpraktischen Ausbildung: Die Erfahrungen aus dem Praktikum veranschaulichen die Lerninhalte und sorgen für Motivation. Der Unterricht in Pädagogik/Psychologie trägt zu einer Systematisierung der Praxiserfahrungen bei. Theoretische Aussagen, z. B. über das Lernen im Erziehungsprozess, können in der Praxis angewandt und überprüft werden. 

 

Gezielte Beobachtungsaufträge für das Praktikum werden im Unterricht vorbereitet und angeregt. Eine Pädagogik/Psychologie unterrichtende Lehrkraft sorgt in der fachpraktischen Anleitung dafür, dass die Schülerinnen und Schüler sich intensiv mit ihren Erfahrungen und Erlebnissen auseinandersetzen, sie berät sie in Problem- und Konfliktsituationen und gibt Hilfestellung bei der Aufarbeitung von belastenden Situationen.

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